Welche Zuchtperlen eignen sich als Schmuck?
Je voluminöser eine Muschel ist, desto größer können auch die (Zucht-)Perlen sein, die in ihrem Innern „gedeihen“. So ist zum Beispiel die Südseemuschel vergleichsweise umfangreich, sodass es sich bei der darin wachsenden Südseeperle wohl um die größte der drei vorgenannten Zuchtperlenarten handelt.
Grundsätzlich werden die folgenden Zuchtperlenarten unterschieden:
- die Süßwasserperle
- die Südseeperle sowie die
- Akoyaperle
Ganz im Gegensatz übrigens zur Akoyamuschel, die dahingegen die kleinste der drei ist. In diesem Zusammenhang stellt sich freilich die Frage, warum man überhaupt Zuchtperlen verwendet, wenn die Natur doch auch „echte“ Naturperlen für interessierte Schmuckliebhaber bereithält. Sicherlich: im Hinblick auf Konsistenz, Gewicht, chemische Zusammensetzung et cetera ähneln sich die beiden Varianten durchaus. Weil aber die Anzahl der Naturperlen weltweit stark zurückgegangen, das Interesse der Menschen an Perlenschmuck aber nichtsdestotrotz rasant angestiegen ist, waren bzw. sind Alternativen gefragt.
Kunstvoll gefertigt - oder Natur pur…?!
Fakt ist, dass sowohl die „künstlich“ gezüchtete, als auch die „echte“ Perle im Inneren einer Perlmuschel heranwächst. Bei der Zuchtperle verhält es sich so, dass der Mensch lediglich „ein wenig“ nachhilft. Das bedeutet, dass den Muscheln, die jeweils für die Perlenzucht ausgewählt werden, Gewebeteile aus anderen Muscheln eingesetzt werden. Das Pflege- und Aufzuchtverfahren, das im Anschluss daran folgt, ist in der Tat ein weitestgehend schwieriges Unterfangen, das nur erfahrenen Fachleuten vorbehalten ist. Eine Wartezeit von bis zu sechs Jahren steht darüber hinaus bevor, ehe die Zuchtperlen „geernet“ werden können. So groß der Aufwand auch sein mag, so gering sind trotz alledem die Chancen, wirklich erstklassige Perlen zu erhalten. Zuchtperlen in 1A-Qualität machen gerade einmal einen Anteil von zwei bis drei Prozent aus. Schuld an dieser Situation, die im Übrigen sehr viel Geld kostet, sind zum Beispiel schädliche Umwelteinflüsse, Krankheiten und so weiter. Umso wundervoller ist es da, eine „echte“ Zuchtperle, eingebettet in einem kreativ gestalteten Schmuckstück, tragen zu dürfen.
